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Zu dem Infoportal über die ZEUGEN JEHOVAS vom Journalisten Walter Egon Glöckel

In den 60er Jahren in Wien geboren, war seit dem Kleinkinderalter ein Interesse für das Thema Religion – vermutlich auch durch die Fügung des Besuches eines Kloster-Kindergartens – vorhanden. Die Bewältigung des Todes meiner wichtigsten Bezugsperson im Alter von 12 Jahren, meinem Urgroßvater, und die damals innige Freudschaft zu dem Sohn des damaligen Leiters der russisch orthodoxen Kirche in Wien, brachten eine sehr einschneidende mehrjährige Phase in spiritueller Hinsicht. Er half mir Fragen zu beantworten und zeigte mir geistige Wege auf. Rückblickend, nach über 20 Jahren, war diese Freundschaftsverbindung wohl eine – wenn nicht die – tiefgründigste meines Lebens.

Meine Einstellung zu Gott, dem Leben und dem Tod ermöglichte es mir auch unter anderem, zu einem späteren Zeitpunkt Sterbebegleitung zu machen. Als kritischer Mensch, der offen für Inhalte vieler Religionen ist, konnte ich jedoch mit der Repräsentation und den Inhalten der römisch/katholischen Kirche keine Identifikation finden. Dies veranlasste mich vor über 15 Jahren, formell aus der Kirche auszutreten, was jedoch in keiner Weise eine Veränderung meiner geistigen Einstellung zu Gott beinhaltete. Fast philosophisch mag der Ausspruch klingen, dass das Ablegen dieser Grenze geistig dem Öffnen einer Schleuse gleichkommt.

Ab Beginn der 80er Jahre war ich dann beruflich mit Recherchen befasst, das Thema Religion und sich als solche bezeichnende Gruppierungen – einmal mehr, einmal weniger – beinhaltend. Die ZEUGEN JEHOVAS, die biedere Gemeinschaft auf der Strasse wahrnehmend, kaufte ich nach Erscheinen 1985 das Buch von dem Reporter, Rolf NOBEL mit dem Titel: “Falschspieler Gottes“, der verdeckt unter den ZEUGEN JEHOVAS lebte. Das war der erste wirkliche Kontakt, der über die Wahrnehmung auf der Straße hinausging.

Die Verbindung zu einer lieben Bekannten, die in diese Gemeinschaft hineingeboren wurde, 30 Jahre in dieser Gruppe lebte, während dieser Zeit heiratete und zwei Kinder gebar, brachte eine ganz neue Perspektive zu den ZEUGEN JEHOVAS. Sie, als Aussteigerin bezeichenbar, schloss mir den Kontakt zu einer Frau, die einen Journalisten für die Aufarbeitung ihrer Erlebnisse suchte. Sie wurde als junges Mädchen vergewaltigt, über Jahre missbraucht – vom eigenen Vater, als Kind in der Gemeinschaft der ZEUGEN JEHOVAS.

So entstand die erste Reportage und während diese noch lief, übergab mir eine andere Person Unterlagen, aus denen ein deklarierter Antisemitismus der ZEUGEN JEHOVAS zu Beginn der 30er Jahre nachzuweisen war.

Bei dem Besuch eines Treffens einer Selbsthilfegruppe bemerkte dann ein Teilnehmer mir gegenüber, daß es Bilder in der Literatur der ZEUGEN JEHOVAS geben soll, die dämonische Abbildungen enthalten. Er hatte 2 Kopien bei sich, die er mir übergab. Erwähnt wurde noch, dass diesbezüglich ein Glaubensbruder eine Anfrage an die Zentrale der ZEUGEN JEHOVAS stellte und dies gipfelte dann in einem Ausschluß dieser Person aus der Gemeinschaft. Ich organisierte in weiterer Folge einige hundert Publikationen und arbeitete Seite für Seite Hefte und Bücher seit den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts durch. Das Ergebnis wurde im Dezember 2003 in Form einer Dokumentation mit dem Titel “Die Methodik der Dämonen der Zeugen Jehovas” als Buch veröffentlicht.

Zeugen-Jehovas.info soll als Plattform zur Präsentation und Auseinandersetzung mit den Reportagen, Recherchen, Publikationen im Sinne einer Präventionsarbeit dienen und aufklärend wirken.

Walter Egon Glöckel

(Anm.: Dieses Portal wurde Ende 2008 einer Überarbeitung unterzogen)